Zollhafen Mainz und Airlinekrise

Kunsthalle im Zollhafen Mainz

Das Maschinen- und Kesselhaus diente früher der Stromerzeugung für den Zollhafen. Heute werden solche Kraftwerke zur Stromerzeugung nicht mehr gebraucht. Das historische Gebäude dient jetzt als Museum.

Hmm, wie wird sich unsere Region weiter verändern?

  • Aktuell prägt eine seit drei Jahren anhaltende Dürreperiode das Bild vom Rhein. Die Pegel bewegen sich den ganzen Sommer über nur zwischen 2m und 3m. Umfangreiches Algenwachstum ist sichtbar. Wegen des bevorstehenden Klimawandels werden Emissionszertifikate teurer. Es wird über eine Kerosinsteuer diskutiert.
  • Durch die Pandemie wurde der Globalisierungstrend umgekehrt. Die Passagierzahlen am Flughafen sind um 80% eingebrochen. Reisekonzerne sind von Insolvenzen bedroht, Mitarbeiter mit Kurzarbeit konfrontiert.

Das erinnert alles an die Kohlekrise vor 60 Jahren, als sich die Strukturkrise des Ruhrgebiets andeutete. Das gesamte Ruhrgebiet war einst der Wirtschaftsmotor Deutschlands. Es war zum größten Ballungsgebiet Europas geworden. Wegen zu hoher Preise für Ruhrkohle stürzte die dortige Industrie in eine Krise, aus der sie sich nicht mehr erholte.

Was kann das jetzt für Rhein-Main bedeuten? Hier sind viele Menschen in der Airline-Industrie beschäftigt. Die sinkende Nachfrage durch die Pandemie zeigt die Schwierigkeiten der Branche. Auch hier sind die Kosten, die durch teure Investitionen zusätzlich steigen, hoch. Andere Airports wie Istanbul oder Dubai und Billigflieger arbeiten auf einer niedrigeren Kostenbasis.

Werden wir also in Zukunft das Terminal 3 als Industriemuseum bestaunen dürfen? Werden Piloten und Flugbegleiter das Schicksal der Bergkumpel teilen?

Bildquelle: Kunsthalle Mainz, fotografiert 2008 von Martin Bahmann, CC-BY-SA-3.0-Lizenz