OB-Kandidaten im 7°

Der DGB-Stadtverband Mainz hat heute alle 5 OB-Kandidaten ins schicke 7° eingeladen.

Auf dem Weg dorthin schaue ich im neuen F. Minthe Biergarten vorbei. Dort sind heute weniger Gäste auf den Liegestühlen als SUP-Yogis auf dem Wasser. Beim Rübergehen erfahre ich, dass Désirée in Kürze die SUP-Yogakurse von Lisa übernehmen wird.

Angekommen im propenvollen 7° bemerke ich gleich Michael Ebling (im Anzug) und Tabea Rösner (in Lederjacke). Weitere anwesende Kandidaten sind Nino Haase, Martin Erhardt und Martin Malcherek. Martin Erhardt sagt schon zu Anfang, dass er seine Masterarbeit über den Zollhafen geschrieben hat. Die Kandidaten haben für jede Frage nur 90 Sekunden Redezeit.

Trotz der kurzen Antworten kann ich erkennen, dass die Mainzer Politiker durchaus in längeren Zeiträumen als nur der nächsten Wahlperiode denken:

  • Michael Ebling beschreibt seine Vision, dass es in den nächsten 5-6 Jahren gelingen könnte, ein 365€ Jahresticket für den Mainzer ÖPNV einzuführen.
  • Martin Malcherek merkt an, dass der Bau von Sozialwohnungen bis zum Ende durchdacht werden müsse. Wenn diese nach 20 Jahren zum Profit verkauft würden, wäre nichts gewonnen.
  • Nino Haase findet, die Stadt hätte nicht untätig zusehen dürfen, wie das Taubertsbergbad 10 Jahre lang verfällt, bis beim Bankrott schließlich ein riesiger Instandhaltungsstau erreicht war.

Mein Fazit: Im Zollhafen trifft sich die Mainzer Lokalprominenz, bin aber auch nicht schlauer, wen ich im Oktober wählen kann.

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